Liebe Daheimgebliebenen!
Von Mathias' Mum haben wir gestern abend noch erfahren, dass in Indonesien ein Erdbeben war. Wir sind 1000e Kilometer davon entfernt und haben nichts mitbekommen. Uns gehts also sehr gut.
Entschuldigung, dass es erst jetzt einen neuen Eintrag gibt - wir waren die letzten Tage auf einer Nachbarinsel Balis, Lombok, und die Infrastruktur dort laesst sehr zu wuenschen uebrig. Kein Internet, kaum Geldautomaten und wenig oeffentliche Verkehrsmittel.
Vorher machten wir noch zu viert einen Ausflug nach Uluwatu zu einem Tempelberg mit viele Affen, die Sonnenbrillen, Kappen und Kameras klauten - zum Glueck nicht unsere. Wir konnten unsere Digicam ebenso festhalten wie dieses schoene Bild eines Affens im Sonnenuntergang:

Mathias und ich haben uns also von den Maedels getrennt und uns auf den Weg nach Lombok gemacht, nachdem wir das geliehene Auto heil zurueckgebracht haben. Kaum dort angekommen haben wir schon eine Trekking Tour auf den Mount Rinjani (http://de.wikipedia.org/wiki/Rinjani) gebucht uns wurden nach Senaru gebracht - ein kleines Doerfchen, dass sich am Fusze des Rinjanis befindet. Nach einer kurzen Nacht wurden wir mit unserem Guide und den 2 Traegern bekannt gemacht und wir begannen mit der ersten Etappe des Aufstiegs, die netto etwa 4 Stunden ausmachte. Mit dabei war Carl, ein Englaender, 2 Schweizer und 2 Franzosen. Die Nacht verbrachten wir im Basiscamp auf 2600 Meter.
Um 02:00 morgens wurden wir schon wieder geweckt, um die Gipfelbesteigung in Angriff zu nehmen. Diese war aeusserst beschwerlich und sehr fordernd. Der Untergrund, lockeres Lavagestein, war alles andere als griffig und so quaelten wir uns etwa 2,5 Stunden, bis wir endlich um 05:30 den eiskalten Gipfel erreichten - dort herrschten gefuehlte 5 Grad, die sich aber, eingewickelt in unsere Schlafsaecke, relativ gut ertragen lieszen. Auszerdem entschaedigte der einzigartige Sonnenaufgang auf 3700 Meter.
Der Abstieg zum Basiscamp ging dann sehr schnell, da man das lockere Lavagestein quasi hinuntersurfen konnte. Dort wurde gefruehstueckt (es wurde immer groszartig von den Portern und unserem Guide aufgekocht!) und nach einer kurzen Pause ging es zum Lavasee und den heiszen Quellen, wo wir badeten. Weiter gings bergauf, auf die andere Seite des Kraterrandes, wo wir unsere zweite Nacht in einem Zeltlager verbrachten.
Am naechsten Tag gings dann wieder 3 Stunden bergab, ins Tal, wo wir uns von Guide, Portern und Bergkameraden verabschiedeten und von wo aus wir wieder nach Bangsal gebracht wurden. Nachfolgend ein paar Eindruecke von unserer 3-Tagestour auf den zweithoechsten Berg Indonesiens:







Bangsal ist ein Hafenort im Westen Lomboks, von dem aus die drei malerischen Gili Islands zu erreichen sind. Dort wollten wir auch wieder auf Gerli und Anna stoszen. (http://de.wikipedia.org/wiki/Gili-Inseln) Die Maedels haben sich fuer die Gili Air entschieden und wir, folgsam, fuhren schon mal dorthin, um uns eine Unterkunft zu suchen und den Maedels eine moeglichst angenehme Ankunft zu ermoeglichen. Nebenbei nutzten wir die 2 Tage auf der Insel um unseren geschundenen Fueszen eine Erholung zu goennen und einen Schnorchel Trip zu machen.
Nachfolgend ein paar Impressionen von der Insel "Gili Air":








Nach 2 Tagen einsamen Inselleben gings per Faehre wieder nach Bali und dort nach Ubud, ein kleines Dorf, das bekannt fuer seine Kunst ist. Holzschnitzereien, Bilder, Silber- und Goldschmuck, Statuen und Moebel kann man hier ueberall kaufen. Also deckten wir uns erstmal mit Mitbringseln und Geschenken fuer euch ein! Freut euch! In Ubud haben wir uns zwei Mopeds ausgeborgt und die Umgebung erkundet. Weiters haben wir uns eine Legong-Tanzauffuehrung aufschwatzen lassen - aber das gehoert einfach zu Bali.



Im Moment sind wir wieder auf Bali, 13. September 16:00, in Kuta, einem Surfereldorado. Nachdem der Eintrag fertiggeschrieben ist, gehen wir dann noch shoppen (Anna & Gerli tun dies uebrigens schon...). Morgen gehen wir eventuell nochmal Surfen und am Abend fliegen wir schon wieder weiter, nach Singapur - wir verlassen Indonesien und beginnen unsere letzte Zeit in Suedostasien mit Singapur und Malaysien. Wir melden uns dann wieder von Singapur aus!
Liebe Gruesse an alle daheim!
Anna, Christoph, Gerli und Mathias!